Windhunde


Bei den Windhunden werden drei geographische Gruppen unterschieden: die orientalischen (östlichen), die okzidentalen (westlichen) und die mediterranen Windhund-Rassen. Die Okzidentalen sind auf der nördlichen Halbkugel zu Hause, die orientalischen Windhunderassen leben in Nordafrika, auf der arabischen Halbinsel und in Asien. Die mediterranen Windhunde leben auf den Inseln und Inselgruppen des Mittelraumes. Die orientalischen Windhunde wurden bei der Beizjagd zu Pferd zusammen mit dem Falken auf Gazelle und Antilope eingesetzt. Diese Hunde waren sehr wertvoll und hochgeschätzt. Gleichzeitig waren sie Begleiter der Nomaden und bewachten deren Zelte. Die okzidentalen Windhunde in Europa begleiteten die Jäger im Mittelalter als Hetzhunde auf Hirsche, Wölfe, Fuchs oder Kaninchen und waren jahrhundertelang dem Adel vorbehalten. An den Höfen waren sie als Gesellschaftshunde beliebt.

Die heute bekannten Windhunderassen sind in Wesen, Erscheinungsbild und ihrem Fell sehr unterschiedlich. Die okzidentalen sind muskulöser und auf kurzen Strecken als Sprinter sehr schnell. Sie sind an ihren typischen Rosenohren zu erkennen und gelten als leichtführiger und nicht so eigenständig. Die orientalischen Windhunde wirken weniger athletischer, sind aber als Langstreckler sehr ausdauernd. Sie mußten bei der Jagd auf weiten Strecken selbständig arbeiten und sind daher sehr eigenständig. Die mediterranen Windhunde zeichnen sich durch ihre großen Stehohren und einer fehlenden schwarzen Pigmentierung an Nase, Augen und Ohren aus. Sie sind alle Jäger durch und durch. Neben den Augen setzten sie stärker als die anderen Windhunde auch Geruchssinn und Gehör zur Jagd ein. Gemeinsam ist ihnen ihre Feingliedrigkeit, der sehr aufgezogene Bauch und ihre Hochläufigkeit. Sie werden bis auf die mediterranen kaum noch jagdlich geführt. Sie sind hauptsächlich Begleithunde und werden sportlich als Ersatz für die Jagd in Windhundrennen und Coursings gefordert.

Rassetypische Eigenschaften

  • sehr ruhig, sanft und sensibel im Haus
  • liebt den engen Kontakt zum Menschen, verschmust
  • anpassungsfähig, freundlich
  • stolz, charakterstark
  • braucht sehr viel Bewegung
  • neigt nicht dazu, sein Revier zu verteidigen
  • Hetzhund und Sichtjäger mit ausgeprägtem Jagdtrieb, dem nichts entgeht
  • Fell von kurzhaarig und pflegeleicht bis langhaarig und sehr pflegeintensiv

Verfügbare Rassensteckbriefe