Das Fell des Hundes


Das Haarkleid besteht aus groben Deckhaaren und feinen Wollhaaren.

  • Die groben Deckhaare bestimmen Farbe und Aussehen des Hundes. Sie sind für Schutz vor Wasser verantwortlich.

  • Die feinen Wollhaare bilden das feine Unterfell und sind je nach Jahreszeit mehr oder weniger dicht. Es gibt auch Hunderassen, die nur ein so genanntes einfaches Fell, das nur aus einem Haartyp aufgebaut ist, besitzen.

Portugiesischer Wasserhund - Fell - Fellpflege - Haarkleid

Mit freundlicher Genehmigung von Frau S. Maas, „Go and Win“

Ursprünglich war der Hund als Säugetier durch seine natürliche Isolierschicht – das Fell – in der Lage, seine Körpertemperatur unabhängig von der Umgebungstemperatur aufrecht zu halten. Durch die intensive Zucht wurde das Haarkleid dem jeweiligen Verwendungszweck des Hundes angepasst.

  • Es gibt zunehmend mehr Rassen, die eine äußerst üppige Flauschhaarpracht haben. Ohne regelmäßige Mithilfe des Menschen kann der Hund dieses Fell nicht sauber halten. Es verfilzt, verknotet und Parasitenbefall ist die Folge.

  • Es gibt Hunderassen mit so dünnem Fell, dass je nach Jahreszeit der Hund aufgrund der geringen Felldichte im Winter frieren oder im Sommer unter Sonnenbrand leiden kann. 
     

Die Haardichte

Die Haardichte kann von Hunderasse zu Hunderasse variieren. Durchschnittlich haben erwachsene Hunde pro Quadratzentimeter Haut eine Haardichte von 1000 bis 9000 Haaren. Bei Katzen findet man vergleichsweise ca. 25000. Welpen haben erheblich weniger dichtes Fell.
 

Das Haar

Das Haar besteht aus einer Wurzel, einem Schaft und einer Spitze. Der Schaft ist eine Art flexible Säule, mit der das Haar die Haut überragt. Die Länge ist abhängig vom Haartyp und der Position am Körper des Hundes. Bis auf den Haartyp „Wollfaser“ gehören zu jedem Haar Drüsen, Blutgefäße und Nervenfasern, Haarbalgmuskeln.

Man unterscheidet folgende Haar-Typen:

Wimpernhaare

  • Sinushaare
  • um Schnauze, Lefzen, Kinn, Augenpartie
  • zur Sinneswahrnehmung

Tylotriche Haare

  • kleiner als die Sinushaare
  • über den ganzen Körper des Hundes verstreut
  • zur Sinneswahrnehmung

Leithaare

  • Deckhaar, meist lang, steif und recht dick
  • Schlauch- und Talgdrüsen und über kräftigen Haarbalgmuskel

Grannenhaare

  • Deckhaar etwas kürzer und nicht so kräftig ist wie das Leithaar
  • Schlauch- und Talgdrüsen.
  • Der Haarbalgmuskel ist nicht so kräftig
  • besitzen winzige spindelförmige Verdickung an ihrer Spitze

Wollhaare

  • Flaumhaare
  • sehr zahlreich, sehr fein, meist kürzer und stärker gewellt.
  • nur Talgdrüsen an der Basis

 Die Haarbalgmuskeln sind in allen Körperregionen des Hundes anzutreffen. Am kräftigsten sind sie in der Haut von Halsoberseite, Rücken und Rute anzutreffen. Jeder Hundhalter kennt die typische „Fellbürste“ seines Hundes.

Erregung und Kältereiz sind die wichtigsten Auslöser für die Anspannung der Haarbalgmuskeln.
 

Wie pflegt der Hund sein Fell?

Er kratzt sich an unterschiedlichen Stellen, leckt sich ausgiebig und wälzt sich am Boden, reibt oder scheuert sich.

Durch das Kratzen, Scheuern, Reiben werden Schmutzpartikel, viele der lästigen Ektoparasiten und andere Fremdkörper aus dem Fell entfernt. Sein Speichelt enthält keimtötende Inhaltsstoffe. So dient das Lecken zur Infektionsabwehr. Durch die Trockenbäder aktiviert der Hund die unzähligen Talgdrüsen seiner Haut zu vermehrter Sektretionstätigkeit und verteilt diese großflächig über Haut und Haarkleid. Das wasserabweisende Sekret hält diese geschmeidig und schützt sie.

 

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Anz. Hunde: 117998
Anz. Züchter: 160
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