Der Fährtensucher


Grundsätzlich kann man drei verschiedene Arten des Spurensuchens beim Hund unterscheiden:

  • Der Hund hält seine Nase in den Wind und versucht Gerüchen, die in der Luft schweben, aufzunehmen und ihnen zu folgen.
  • Der Hund richtet sich nach den Hautduftstoffen von Lebewesen, die sich entlang einer Spur oder kurz über dem Boden befinden. diese Hunde sind nicht spurtreu.
  • Der Hund folgt dem Eigengeruch einer Fährte, die durch Fußabdrücke erzeugt wird. Sie sind spurtreu und lassen sich durch Wind und Wetter wenig beeinflussen.

 Bei der Fährtenarbeit muss der Hund in einem Gelände (z.B. Acker oder Wiese) durch den Einsatz seines Geruchsinnes Gegenstände finden und den erfolgreichen Fund seinem Hundeführer durch ein entsprechendes Verhalten anzeigen. 

Nutzt man z. B. den Nahrungstrieb, so gelingt es schnell, die Verknüpfung "Fährte suchen gleich Futter finden" beim Hund zu erreichen. Zertretene Gräser, Kleinstlebewesen, die verletzte Ackerkrume strömen Gerüche aus, die der Hund mit seiner feinen Nase aufnehmen und von dem andersgearteten Duft der Umgebung unterscheiden kann. Der Hund lernt, der Fährte unter Anleitung zu folgen.
Es gibt spezielle Fährtenhundprüfungen, wenn man den Hund nach der Begleithundeprüfung weiter in dieser Disziplin ausbilden möchte.

Die Anzahl der Gegenstände und die Länge der abzusuchenden Fährte richtet sich nach den entsprechenden Prüfungsstufen (SchH I-III, FH 1 und FH 2). Entsprechend der verschiedenen Prüfungsstufen steigern sich die Anforderungen an den Hund: Zuerst legt der Hundeführer die Fährte selbst, ab SchH II wird dies von einer zweiten Person besorgt. Daneben wird die Zeit zwischen Legen und Ausarbeiten der Fährte verlängert und die Zahl der Richtungsänderungen und "verlorenen" Gegenständen erhöht.

Die Fährtenhundprüfung (FH 1, FH 2) sind spezielle Prüfungen bei denen der Hund nur in Fährtenarbeit vorgeführt wird. Das Mindestalter für Fährtenhundprüfungen beträgt 20 Monate. Voraussetzung zur Teilnahme an einer FH-Prüfung ist die absolvierte Begleithundeprüfung. Beide Fährten sind Fremdfährten, d.h. die Fährten wurden nicht vom Hundeführer selbst getreten. Die Länge der Prüfung beträgt bei der FH 1 ein Kilometer und bei der FH 2 zwei Kilometer. Auf dieser 3 Stunden alten Fährte muss der Hund bei der FH 1 vier Gegenstände und bei der FH 2 sieben Gegenstände suchen. Schwierigkeiten, wie z.B. Geländewechsel, Winkel, Halbkreise und das Überkreuzen eines Weges machen diese Prüfung zu einer echten Herausforderung für Hund und Hundeführer.

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