Der Therapiehund


Therapiehunde werden heute vielfältig eingesetzt. Sei es in Altenheimen, Schulen und Kindergärten, Behinderteneinrichtungen, Gefängnissen und bei Gruppen- und Einzeltherapien Krebskranker.

Hunde wirken sich positiv auf die Gesundheit von Menschen aus, da sie uns zum Lachen und Spielen motivieren und uns aus Depressionen und Einsamkeit herausholen können. Dem Hund ist es gleichgültig, was der Mensch über sich denkt oder was andere von ihm denken. Heute werden Therapiebegleithunde immer häufiger eingesetzt, da sie positive psychologische und soziale Wirkungen auf den Menschen haben.

für Schwerkranke

Der Hund kann Kontakt mit dem körperlich Erkrankten, dem depressiven und verzweifelten Menschen aufnehmen, ihn ermuntern, aktiv zu werden und eine positive Grundstimmung schaffen.

Der Therapiebegleithund wird zu Gruppen- und Einzeltherapien hinzugezogen.

  • Er soll den Körperkontakt mit der Patientin/dem Patienten suchen und ihr/ihm Freude bereiten.
  • Die Berührung und das Streicheln sollen beruhigend auf die Patientin/den Patient wirken
  • Er soll sie/ihn aus einer bestehenden Lethargie herausholen.
  • Durch das Spiel mit dem Hund soll die Patientin/der Patient kurzzeitig aus dem monotonen Klinikalltag herausgeholt werden.
  • Spaziergänge im Freien mit dem Hund sollen die Motorik verbessern.
  • Der körperlich und seelisch erkrankte Mensch soll sich auf die nächsten Treffen mit dem Hund freuen und wieder am Leben aktiv teilnehmen können.
  • Trauerbegleitung gehört, wie die Begleitung beim Sterben ebenfalls zu den Aufgaben, an denen der Therapiebegleithund beteiligt werden kann.

Der Hund sollte wesensmäßig gefestigt und damit ca. 1 Jahr alt sein. Für einige Aufgaben eignen sich Junghunde besser als ältere, für andere Aufgaben sind wiederum ältere Hunde geeignet. Der Hund muss über einen Grundgehorsam verfügen. Es ist sinnvoll, wenn der Hund über eine Begleithundeprüfung verfügt, dies ist aber keine Voraussetzung. Der Hund muss charakterlich einwandfrei sein. Beides wird vor dem ersten Einsatz überprüft.

für Behinderte

Heute weiß man, dass Tiere mit ihrem geschärften Sinn für Nuancen in vielen Fällen sehr gute Therapeuten sind.
Der Hund soll Kontakt mit dem körperlich oder geistig Erkrankten, ihn ermuntern, aktiv zu werden und eine positive Grundstimmung schaffen.
Die Berührung und das Streicheln sollen beruhigend auf die Patientin wirken.
Er soll sie aus einer bestehenden Lethargie herausholen.
Bei autistischen Kindern, die sich gegenüber Menschen verschließen, haben Tiere es oft geschafft, zumindest zeitweise Zugang zu diesen Personen zu bekommen.

Ziele der therapeutischen Arbeit:

  • Körpererfahrung/- Kontakte
  • Ausdrücken von Gefühlen
  • Verminderung der Einsamkeit
  • Psychische Aufhellung des Menschen
  • Steigerung der Lebensfreude
  • Steigerung des Selbstwertgefühls
  • Gesundheitliche Stabilisierung
  • Depressionsminderung
  • Schaffung eines entspannten Klimas

In Deutschland ist die Arbeit und Therapie mit Tieren noch in den Kinderschuhen, in anderen Ländern bereits gang und gäbe.

Im Seniorenheim

Die einfache Anwesenheit eines Tieres, das Spielen und das Kuscheln im weichen Fell lässt oft Schranken fallen und bietet für die Menschen, die in Heimen teilweise ohne große Höhepunkte leben, etwas ganz Besonderes.

Das Tier selber erfährt in einer Umgebung, in der es im Mittelpunkt steht und verwöhnt wird, extreme Aufmerksamkeit. Das ist auch für den Hund eine gute Erfahrung, die ihn diese "Arbeit" gern tun lässt.

Durch den Kontakt zu den Tieren wird alten Menschen, ein Stück Lebensfreude gegeben. In vielen Heimen ist die Tierhaltung untersagt und viele ältere Menschen mussten sich schweren Herzens von ihrem Tier trennen. Sie freuen sich über jeden Besuch und sehen dem nächsten Termin ungeduldig entgegen.

Im Kinder- und Jugendheim

Oft betrachten Kinder, die in Kinder- und Jugendheimen leben, Hunde nur als Gegenstand ohne Gefühle. Durch andauernden Kontakt lernen sie, eine Beziehung zu den Hunden aufzubauen und Gefühle zu zeigen. Kinder, die kein gutes emotionales Verhältnis zu Erwachsenen haben, können ihre Bedürfnisse nach Zärtlichkeit durch Schmusen mit dem Hund befriedigen.
Gerade Kinder und Jugendliche in Heimen fühlen sich in ihrer Isolierung zu Tieren hingezogen und sind eher bereit einem Hund zu vertrauen, als einem Menschen. Dies liegt daran, dass Hunde sie so nehmen wie sie sind. Außerdem wurden sie von Menschen schon zu viel enttäuscht.

Der Hund kann hier sehr gut vom Therapeuten beim Beziehungsaufbau als „Eisbrecher“ eingesetzt werden. Sorgen und Probleme können Hunden gefahrlos anvertraut werden. Wenn der Hund dabei ist, wirken fremde Menschen und Situationen weniger Angst einflößend.

Der Hund reagiert direkt auf die Handlung des Kindes. So erfährt es sofort die Konsequenz auf sein Handeln.

Die Kinder können mit dem Hund eine Verbindung ohne Angst eingehen. Sie fühlen sich bei ihnen sicher und aufgehoben. Es fällt ihnen dann leichter, diese neue Fähigkeit auf Menschen zu übertragen. Sorgen und Probleme können Hunden gefahrlos anvertraut werden und fremde Menschen und Situationen wirken weniger Angst einflößend, wenn der Hund dabei ist.

Block Statistik

Anz. Hunde: 118009
Anz. Züchter: 160
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