Die Hundesprache - eine Laut- und Körpersprache


Hunde machen sich verständlich durch:

  • Körpersprache (Gesichtsmimik, Rute, Fang/Kopf/Fell)
  • Lautsprache und
  • deren Kombinationen

 

Die Körpersprache

Die Körpersprache des Hundes ist für den Menschen leichter zu verstehen als die Lautsprache. Die körpersprachlich deutlichsten Signalgeber sind Rute, Lefzen, Gebäudehaltung, Ohrenstellung und Blickrichtung.
Alle ausgesendeten Körper- und Lautsignale sollten im Zusammenhang gesehen werden. Erst das Zusammenspiel von Augen, Ohren, Gesichtsmimik, Rutenhaltung, Haarstellung und Haltung ergibt ein sinnvolles Ganzes in der Hundesprache.

Die Körpersprache des Hundes ist sehr vielschichtig. So zeigt er mit An- und Hochspringen und über das Gesicht oder die Hände lecken seine Freundschaft zeigen. Damit fordert er zum Spielen auf oder er möchte gestreichelt werden. Gibt er Pfötchen, macht er Männchen, bettelt er.

Viele Hunderassen sind in ihrer Kommunikationsvielfalt eingeschränkt.

  • Kurze Haare tun sich schwer beim Sträuben.
  • Der Fang ist unter überlangem Fell nicht zu erkennen
  • Bei Hängeohren ist die Ohrenstellung nicht leicht zu erkennen, weil sich nur die Ohrwurzeln bewegen
  • Die Grundhaltung der Ruten ist bei einigen Rassen nach oben gerollt oder stärker abwärts geneigt.
  • Überlange Lefzen können die Zähne nicht entblößen.
  • Das Kupieren der Rute, ist eine körpersprachliche Behinderung. Die Hunde müssen ersatzweise mit dem ganzen Hinterteil „wedeln".

Grundsätzlich geben die folgenden Signale von Gesichtsmimik und Rute erste Orientierungsmöglichkeiten über die Stimmung des Hundes:

Die Gesichtsmimik 

Angst 

  • große Augen
  • große Pupille
  • Maulspalten, Lefzen lang nach hinten
  • Ohren hinter den Kopf an den Nacken

Drohen mit Angst

  • Angstgesicht mit Nasenrückenrunzeln
  • geöffnete Maulspalte mit entblößten Zähnen
  • und Schnappen der Kiefer

Imponieren

  • Augen fokussieren
  • Pupillen klein
  • Maulspalte kurz, Leftzen gespannt
  • Kopfhaut angespannt
  • Ohren nach vorne gerichtet

Drohen mit Aggression

  • Imponiergesicht mit Nasenrückenrunzeln
  • geöffnete Maulspalte mit eher wenig entblößten Zähnen
  • und Klappen der Kiefer
  • Augen, Ohren, Lefzen, Kopfhaut liegen entspannt in der rassetypischen Haltung
  • übertriebenes Zeigen und schneller Wechsel von allen möglichen Gesichtsformen ohne erkennbaren Sinn
Entspannung
  • Augen, Ohren, Lefzen, Kopfhaut liegen entspannt in der rassetypischen Haltung
Spielen
  • übertriebenes Zeigen und schneller Wechsel von allen möglichen Gesichtsformen ohne erkennbaren Sinn

Die Rute 

Hängende Rute

  • uninteressiert
  • gelangweilt

Hochgereckte Rute

  • wachsam
  • keine Angst
  • Aggression
  • kann auch freudige Erwartung ausdrücken

Eingekniffene Rute

  • ängstlich
  • furchtsam
  • demütig

Wedelnde Rute

  • Zeichen der Erregung

 Fang, Kopf, Fell 

Zähne zeigen

  • Drohgebärde

Kopf abwenden

  • Vermeidungshaltung

Nackenhaare sträuben

 

  • starke Erregung

Die Lautsprache

Bei der Lautsprache kann man sehr differenzierte Lautäußerungen unterscheiden und deren Kombinationen (z.B. Knurren und Bellen):

Fiepen

  • Unsicherheit

Winseln

  • Schmerz
  • Trauer
  • Betteln

Schnauben

  • Aufforderungs
  • Neugier

Knurren

  • Sozialknurren
  • Warnen
  • Drohen

Bellen

  • Sozialbellen
  • Aggression
  • Aufforderung
  • Wachsamkeit

Heulen

  • Sozialheulen

Gähnen

  • Unsicherheit

 

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Anz. Hunde: 118009
Anz. Züchter: 160
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