DNA-Analyse


Kynologie & Diagnostik

Die wissenschaftlichen Fortschritte bei der Aufschlüsselung des menschlichen Erbgutes haben auch für die Kynologie des Hundes weitreichende Folgen. Es ist inzwischen möglich, Fragen zur Abstammung, Identität und Fellfarbe zu beantworten. Die größten Auswirkungen auf die Hundezucht ergeben sich aus der Möglichkeit, durch die DNA-Diagnostik Erbkrankheiten zu bestimmen.

Waren 1930 erst wenige Erbkrankheiten bekannt, sind heute schon über 400 nachgewiesen worden. Dieser rasanten negativen Entwicklung muss die heutige Hundezucht entgegenwirken. Erbkrankheiten stellen heute bei den Rassehunden eine immense Bedrohung der Gesundheit und der Lebenserwartung dar. Es gibt kaum eine Hunderasse, bei der nicht eine oder mehrere Erbkrankheiten unterschiedlich häufig auftreten.

Leistungsstarke gesunde Hunde mit einer hohen Lebenserwartung sind das Ziel jedes Züchters. Die Gesundheit der Hunde ist für alle Hundefreunde das wichtigste Anliegen

Das Hundegenom

Das Hundegenom hat 39 Chromosomen. Mit seinen knapp 20.000 Genen hat der Hund also etwas weniger als der Mensch. Man geht davon aus, dass 5 % des Erbgutes als Steuerelemente in allen Säugetieren gleich sind. 2005 wurden rund 2,4 Milliarden DNA-Bausteine auf den Chromosomen einer Boxer-Dame vom Bostoner Broad-Institut entziffert.

Von der weiteren Analyse dieses Erbgutes erhofft man sich nun Aufschlüsse über die Evolution des Hundes. So können ggf. Unterschiede zwischen den einzelnen Rassen wie auch die Anfälligkeit für Krankheiten genauer gekärt werden. Außerdem könnten weitere Untersuchungen Aufschlüsse über Krankheiten wie z.B. Krebs, Herz-, Kreislaufprobleme geben, da der Hund ebenso unter diesen Krankheiten leidet wie der Mensch.

Der Genetische Pfotenabdruck

Es gibt mittlerweile Laboratorien die einen DNA-Test mit 48 Markern entwickelt haben. Normalerweise werden heute zwischen 12 und 24 Marker bestimmt, wobei je nach Hunderasse verschiedene Tests angewandt werden müssen.

Mit dem neuen hochqualitativen Testverfahren können alle Hunde mit einem einzigen und vergleichbaren Test untersucht werden. Die Erweiterung auf 48 ergibt ein sehr detailliertes DNA-Profil und eine erheblich genauere Abstammungskontrolle und Zuchtsicherheit.

Für die Bekämpfung von Krankheiten sind DNA-Forscher auf eine ausreichende Anzahl an Gen-Proben von gesunden und kranken Hunden angewiesen. Diese Proben fehlen häufig und die dringend notwendigen Forschungen können nicht in entsprechendem Umfang durchgeführt werden. Stellen Sie Ihre Proben den Universitäten und Wissenschaftlern zur Verfügung. Mit Ihrer Probe tragen Sie dazu bei, dass diese Forschungen für die Gesundheit der Hunde durchgeführt werden können.

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Anz. Hunde: 118009
Anz. Züchter: 160
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