Kind und Hund


Hunde sind kinderlieb,
wenn die Kinder lieb zu Hunden sind.

Der Hund ist ein ausgesprochen soziales Tier und die Beziehungen, die er aufbaut, bilden das Gerüst seines Verhaltens. Eine soziale Hunde-Gruppe wird Meute genannt, mit Menschen entsprechend Familienmeute. Aus der Sicht des Hundes funktioniert sie im Großen und Ganzen wie ein hierarchisches System. Es gibt keine Gleichberechtigung, sondern Dominanz, Privilegien und Unterwerfung.

Jede Familienmeute hat einen Chef. Wie in allen Hierarchien, weist der Chef unfolgsame Untergeordnete zurecht. Fühlt sich der Hund ranghöher als das Kind und macht der Rudelführer nicht deutlich genug, dass es unter seinem Schutz steht, können die Folgen dramatisch sein. Dabei können Geschrei und plötzliche, unkoordinierte Bewegungen das Aggressionsverhalten des Hundes zusätzlich stimulieren.

Erwachsene Hunde behandeln Kleinkinder (und nur solche!) als Welpen auf zwei ungeschickten Beinchen und Händchen: fürsorglich, beschützend - und untergeordnet. Kleinkinder stehen im Rang eindeutig unter den erwachsenen, auch unterhalb von pubertären Hunden.

Etwas ältere Kinder werden vom Hund eher als Wurfgeschwister betrachtet. Die Folgsamkeit des Vierbeiners ist den Kindern gegenüber gering. Sie akzeptieren das Kind nicht als Ranghöheren. Trotzdem tolerieren sie oft das Fehlverhalten von Kindern.
Im Folgenden haben wir ein paar grundsätzliche Verhaltensregeln für Kinder aufgelistet.

Verhaltensregeln für Kinder

Wie du dich richtig verhältst:

  • Behandle den Hund so, wie du selbst behandelt werden möchtest.
  • Spiele mit dem Hund so, dass es ihm Spaß macht.
  • Frage immer den Besitzer, bevor du zu einem fremden Hund gehst und ihn anfasst.
  • Gehe nie frontal auf einen fremden Hund zu.
  • Schaue niemals einem Hund starr in die Augen!
  • Tritt dem Hund nicht auf seinen Schwanz und zieh’ nicht dran.
  • Versuch nicht, einem Hund sein Futter wegzunehmen. Störe ihn auch nicht beim Fressen.
  • Ärgere keine eingesperrten Hunde. Sie könnten dir morgen auf der Straße begegnen.
  • Mische dich nie in Hunderaufereien ein. Versuche niemals, Hunde, die miteinander raufen, zu trennen.
  • Auch wenn du Angst hast: Lauf niemals vor einem Hund davon, denn er ist immer schneller als du.
  • Wenn dich ein Hund mit seinen Zähnen festhält, beweg dich nicht.
  • Spiel nur dann mit einem Hund, wenn ein Erwachsener in der Nähe ist. 

Regeln für die Beziehung "Kind - Hund"

Es sollten unbedingt einige Regeln in der Beziehung “Kind – Hund” beachtet werden:

  • Der Hund muss in jedem Fall die Rangordnung in seinem Rudel begreifen. Jedes Familienmitglied, und ist es noch so klein, muss von ihm respektiert und als ranghöher akzeptiert werden.
  • Kinder müssen den Hund in seinem Charakter und seinen Eigenheiten akzeptieren.
  • Dem Hund muss ein zurückgezogener Schlafplatz zugewiesen werden, den die Kinder als Ruheplatz respektieren.
  • Die Kinder müssen den Hund als Familienmitglied akzeptieren, ebenso seinen Schlafplatz und seinen Napf.
  • Die Kinder müssen einen korrekten Umgang mit dem Hund zeigen, gegebenenfalls mit Hilfe von Erziehungskursen in einer geeigneten Hundeschule.
  • Babys und Kleinkinder sollte man auf keinen Fall mit dem Hund alleine lassen.
  • Augenpartien, Ohrlappen, Genitalien und Ruten sind die sensibelsten Zonen eines Hundes. Kinder müssen lernen, respektvollen Abstand zum Hund zu halten und ihm auch seine Ruhe zu lassen. Auf keinen Fall sollten sie ihn an Rute und Kopf mitsamt den Ohren ziehen. Kinder wollen doch auch nicht auf den Kopf gehauen oder an den Haaren gezogen werden.
  • Der Hund ist kein Spielzeug und auch kein Aggressionsableiter.
  • Kinder sollten Hunde nicht maßregeln und erziehen. Das ist Aufgabe des Rudelführers.
  • Auch für größere Kinder stellt es eine überforderung dar, allein mit einem über 20 Kilo wiegenden Hund spazieren zu gehen. Mag der eigene Hund noch so gutmütig sein, andere sind es vielleicht nicht und was dann?
  • Um Beißunfällen vorzubeugen, muss dem Kind ein gesundes Verständnis und Verhältnis zum Hund angelernt werden.

Die Aufgaben der Schule und/ Kindergärten

Viele Kinder sind im Verhalten Hunden gegenüber sehr unsicher. Sie reagieren mit Angst. Hier ist es nun erforderlich unterstützend, Präventiv, einzugreifen. Je sicherer ein Kind bei der Begegnung mit einem Hund reagiert, desto sicherer wird es, desto weniger läuft es Gefahr so zu reagieren, dass es in eine Gefahrensituation gerät.

Der Unterricht an Schulen erfolgt im praxisbezogenen Sachkundeunterricht. Nach einem theoretischen Einführungsteil (dem jeweiligen potential der Kinder angepasst) wird daraus der praktische Umgang mit dem Hund abgeleitet. Dies erfolgt an konkreten praktisch nachgespielten Sequenzen.

Es kann in schwierigen Klassen der Hund auch für mehrere Unterrichtseinheiten eingesetzt werden. Ein Hund wirkt nachweislich aggressionshemmend. Der Unterricht in Kindergärten ist ähnlich, hat aber seinen größeren Schwerpunkt im praktischen Teil.

Block Statistik

Anz. Hunde: 117998
Anz. Züchter: 160
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