Welches Futter ist artgerecht


Der Vorfahre unseres Haushundes war ein Jäger, der die komplette Beute, die er erlegte, fraß. Er fraß nicht nur das Fleisch, sondern auch den Pansen und den Mageninhalt. So verwerteten die wilden Vorfahren der Hunde aus dem Mageninhalt ihrer Beutetiere vorverdautes Getreide, Gemüse und Obst, sowie Gräser und Kräuter. Daraus konnten sie ihren Bedarf an Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen, Kohlenhydraten und Rohfaserstoffen decken. Ein ideales Futter sollte also wie das Beutetier sein.

Empfehlenswert ist eine Vollnahrung, die den Bedarf eines Hundes an Energie und allen lebensnotwendigen Nährstoffen komplett abdeckt. Sie sollte aus hochwertigen Rohstoffen bestehen, die artgerecht und im richtigen Verhältnis zusammengesetzt sind. Das Futter sollte hochverdaulich und schmackhaft sein.

Die artgerechte Vollnahrung kann Leistungsvermögen und Lebensdauer des Hundes positiv beeinflussen und ernährungsbedingte Erkrankungen vermeiden helfen.

Hundegesundheit und artgerechte Ernährung

Tiermediziner, Züchter und Kynologen kennen den Zusammenhang zwischen Lebenserwartung, Vitalität, Leistungsstärke bei Hunden und artgerechter Ernährung. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben bestätigt. dass die richtige Ernährung für die Gesundheit eines Hundes mitentscheidend ist.

Mittlerweile werden mehr als 30 Prozent aller beim Tierarzt vorgestellten Erkrankungen direkt auf fehlerhafte Ernährung zurückgeführt.  

Das verabreichte Futter ist entweder unausgewogen und nicht artgerecht zusammengesetzt.

Die übermäßige Versorgung mit Ergänzungspräparaten führt zu einem Überschuss, die reine Fleischfütterung zu einem Mangel an bestimmten Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Folgen dieser nicht artgerechten Ernährung sind Veränderungen in der Fellbeschaffenheit, im Knochenaufbau und im Knochenstoffwechsel.

Bei der Aufzucht von Welpen ist eine Energieüberversorgung besonders schädlich. Sie sind scheinbar in guter körperlicher Verfassung. Ein zu starkes Wachstum im Welpen- und Junghundealter führt jedoch zu Überbelastungen von Gelenkknorpel und Wachstumsfugen der Knochen. Spätere Schäden des Bewegungsapparates sind die Folge.

Auch ein artgerechtes Futter kann ungesund für den Hund sein, wenn es in zu großen Mengen verfüttert wird. Ein Zuviel an Futter führt unweigerlich zur Überfütterung und Überversorgung des Hundes. Gesundheitliche Auswirkungen des Übergewichtes sind u.a. Diabetes, Arterienverkalkung und Skeletterkrankungen.

Ernährung und Fütterung des Hundes

Bei der Fütterung des Hundes unterscheidet man heute folgende Futtermittel:

  • Fertigtrockenfutter
  • Fertigfeuchtfutter
  • selbst zubereitete Mahlzeiten

Das Fertigtrockenfutter

Das Trockenfutter ist für den Hundebesitzer die einfachste Möglichkeit optimal zu füttern. Es ist leicht zu dosieren und bei entsprechender Lagerung bis zu 12 Monate haltbar. Die Futterhersteller bieten das Trockenfutter heute als Krokette oder als MIx mit Flocken an.

Grundsätzlich wird das Trockenfutter im Extrusionsverfahren hergestellt, um die Kohlenhydrate aufzuschließen und für den Hund besser verdaulich zu machen. Bei diesem Verfahren werden die Rohstoffe gemischt und zunächst für ca. 1-2 Minuten in einem Wasserbad vorgewärmt. Dann werden sie durch Hochdruck für einige Sekunden auf ca. 120°C erhitzt. Das abrupte Nachlassen des Dampfdrucks führt zum Expandieren und Aufschließen des Futters.

Es empfiehlt sich, das Trockenfutter in warmes Wasser einzuweichen und nach dem Aufquellen dem Hund zum sofortigen Verzehr zur Verfügung zu stellen (siehe Futterhygiene). Weiterer Vorteil ist, dass damit dem Hund auch ein großer Teil seiner täglichen Wasserration zugeführt wird.

Es gibt Futter für kleine, große, Übergewichtige, Aktive, Sensible, Welpen, Hundesenioren, usw. und zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel. Auch das Frischfleisch kann man inzwischen über einige Anbieter portionsweise beziehen.

Es gibt die mengenkontrollierte Fütterung, bei der der Hund zu bestimmten Zeiten je nach Wachstumsphase sein abgewogenes Futter bekommt. Die Alternative, bei der das Futter frei zur Verfügung gestellt wird und der Hund fressen kann, wann er möchte, ist nicht ungefährlich, da der Halter nicht weiß, wann die Nahrungsaufnahme erfolgte. Für eine körperliche Betätigung ist auf jeden Fall eine Ruhezeit von zwei Stunden erforderlich. Sonst besteht die Gefahr einer Magendrehung.

Das Futter sollte zur besseren Futteraufnahme immer in Brusthöhe des Hundes stehen.

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Anz. Hunde: 117998
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