Woraus besteht das Hundefutter


Der Hundefutterhersteller ist verpflichtet die Zusammensetzung verbindlich zu deklarieren. Eine Analyse des Futters kann der Hersteller freiwillig auf dem Futtersack angeben. Wenn diese Angaben gemacht werden, sind auch sie verbindlich. Insgesamt heißt verbindlich, dass der Hersteller diese Angaben einhalten muss.

Zusammensetzung:
Je nach Vorgehensweise muss der Hersteller die Zusammensetzung in einer der beiden Auflistungsformen angeben:

geschlossene Deklaration: die Inhaltsstoffe werden in Kategorien zusammengefaßt, z.B. zu Fleischprodukten, Getreideprodukten. Vorteil: Der Käufer kann erkennen, ob mehr Fleisch oder Getreide im Futter ist. Allerdings gilt dies nur, wenn der Hersteller die Getreidesorten nicht einzelnd auflistet. Nachteil: Die Art und Qualität der verwendeten Zutaten ist nicht mehr aufzuschlüsseln. Außerdem kann der Hersteller je nach Marktlage die Zutaten ändern.

offene Deklaration: die einzelnen Komponenten werden nach der enthaltenen Menge oder in abnehmender Reihenfolge aufgelistet. Vorteil: der Kunde kann die einzelnen Zutaten sehen. Nachteil: es fehlen die Anteile. Hier werden auch gerne Komponenten weiter aufgesplittet, um sie in der Reihenfolge weiter hinten auflisten zu können. Außerdem verlieren feuchtigkeitshaltige Lebensmittel bei der Trocknung viel Gewicht (z.B. Fleisch). Trotzdem wird bei der Deklaration der Wert des Ausgangsgewichtes genommen.

Alle in der Zusammensetzung aufgelisteten Inhaltsstoffe wie z.B. Vitamine, Mineralien etc. werden dem Futter extra hinzugefügt. Die natürlich enthaltenen Mineralien etc. tauchen nur in der Analyse auf.

Gehalt an Inhaltsstoffen:
Mit dem Gehalt an Inhaltsstoffen wird der Nährwert des Futters angegeben.

Es müssen lediglich Werte für Rohprotein, Rohfett, Rohfaser und Rohasche gelistet werden. Der Gehalt an Wasser wird erst ab 10% angabepflichtig. Rohprotein und Rohfett werden in MIndestwerten, Rohasche und Rohfaser in Höchstwerten angegeben.
Die Silbe "Roh" steht dafür, dass zwar die angegebene Menge in Prozent enthalten ist, aber keine Wertung über die Verdaulichkeit gemacht wird.

Ein normal aktiver Hund sollte ein hochwertiges Futter mit einem Proteinanteil zwischen ca. 18-24% und einem Fettanteil zwischen ca. 8-13% erhalten.

Rohprotein = Summe aller Eiweissverbindungen (Aminosäuren) pflanzlichen und tierischen Ursprungs - Es könnten aber auch Klärschlamm, Klauen, Federn, Tiermehl dazuzählen! Hochwertige Eiweissquellen beim Futter sind erkennbar an ergänzenden Rohproteinangaben von mind. 0,8% Lysin und mind. 0,4% Methionin. (Dies gilt aber nur, wenn nicht gleichzeitig Lysin oder Methionin unter dem Punkt "Zusammensetzung" aufgeführt werden. Sonst sind diese Eiweiße synthetischen Ursprungs.)
Rohfett = Summe aller Fette, die im Futter enthalten sind, egal ob hochwertig oder "Altöl"
Rohfaser = Summe aller unverdaulichen pflanzlichen Bestandteile, Ballaststoffe; je höher der Rohfaseranteil, desto höher die Kotmenge und desto minderwertigere pflanzliche Ausgangsstoffe wurden verwendet. Der Rohfaseranteil sollte zwischen 2-4% liegen.
Rohasche = Summe aller nicht brennbaren Bestandteile, also Mineralstoffe. Allerdings können eine Quelle für die Rohasche auch Federn, Molke, Tiermehl, Knochen, sogar Sand oder sonstige Verunreinigungen sein. Der Rohascheanteil sollte möglichst nicht über 5% liegen, da ein zu hoher Anteil in Verbindung mit synthetischen Vitaminen eine zu starke Nierenbelastung bedeuten kann. Außerdem werden Zusammenhänge zwischen Zahnsteinbildung und einem zu hohen Rohaschegehalt gesehen.
Rohwasser liegt normal beim Trockenfutter zwischen 8 und 10%.
N-freie Extraktionsstoffe = die aus den pflanzlichen Futterkomponenten stammenden Kohlenhydrate. Zusammen mit dem Fettgehalt ergeben sie den Energiegehalt des Futters. Je höher also Rohfett und Kohlenhydrate, desto höher ist der Energiegehalt des Futters.

Zusatzstoffe:
Hierunter fallen alle synthetischen Zusätze des Futters: synthetisierte Nährstoffe, Geschmacksverstärker, Farbstoffe, Konversierungsstoffe.

Als Geschmacksverstärker gelten künstliche Aromastoffe oder natürliche Zusätze wie z.B. Zucker oder Karamel.
Konservierungsstoffe werden verwendet, um das Futter für eine bestimmte Zeit haltbar zu machen. Dazu zählen vor allem die Antioxidantien, das sind Substanzen, die das Ranzigwerden von Fett hinauszögern.

Man unterscheidet synthetische und sog. natürliche.
Zu den Synthetischen gehören z.B. BHA (Butylhydroxyanisol), BHT (Butylhydroxytoluol), Ethoxyquin, Propylgallat. Sie sind meist biologisch nur schwer abbaubar und reichern sich im Fettgewebe an. Man deklariert sie gern als "EWG-Zusatzstoffe".

Die häufigsten Zusatzstoffe sind:
E201 - Natriumsorbat
E202 - Kaliumsorbat
E203 - Kalziumsorbat
E300 - Vitamin C
E301, 302, 304, 315 - Vitamin-C-Verbindungen
E306, 307, 308, 309 - Vitamin E
E310 Propylgallat
E320 - Butylhydroxyanisol (BHA)
E321 - Butylhydroxytoluol (BHT)
E324 - Ethoxyquin

Die Bestandteile und Nährstoffe in der Ernährung

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