American Staffordshire Terrier
| Ursprungsland | USA |
| Basis Rasse | Gruppe 3, Nr. 286 |
| Größe | Rüde: 46 - 48 cm Hündin: 43 - 46 cm |
| Gewicht | 18 - 23 kg |
| Lebenserwartung | bis 12 Jahre |
| Einsatz | Begleit- und Wachhund |
| Fell | kurz, dicht, hart und glänzend |
| Farbe | alle Farben sind erlaubt: einfarbig, mehrfarbig, gefleckt, nicht erwünscht sind ein Weißanteil von mehr als 80%, schwarz mit lohfarbenen Abzeichen und leberfarben |
Kurzer geschichtlicher Abriss
Im 19. Jahrhundert kreuzte man Bulldog- und Terrier-Schläge aus der Gegend um Stafford für die Jagd auf wehrhaftes Wild. Diese Hunde waren gleichzeitig die typischen Familienhunde der armen arbeitenden Bevölkerung und sollten vor allem Schädlinge vertilgen. Da in den englischen Midlands mit Hunde-Wettkämpfen und "Bullenbeißern" viel Geld verdient werden konnte, wurden diese Rassen zunehmend bei „Blood-Sports“ eingesetzt. Je mehr Ratten ein Hund in den Pits (einer kleinen Arena) in einer kurzen Zeitspanne töten konnte, desto wertvoller war er. Diese Hunde kamen mit Einwanderern in die USA und wurden dort zur Bewachung von Haus und Hof eingesetzt. Damit die Hunde sich besser gegen Wölfe und Kojoten durchsetzen konnten, versuchte man, durch Einkreuzungen von Terriern, die Staffordshire-Hunde größer und massiger zu züchten.
Der Staffordshire Terrier und der Staffordshire Bull-Terrier galten bis zur Trennung 1935 als eine Rasse. Der Staffordshire Terrier wurde als eigenständige Rasse anerkannt. Bis 1974 wurde diese Rasse unter verschiedenen Namen geführt, z.B. Half and Half, Brindle Bull Dog, Yankee Terrier. Erst 1974 nannte man ihn dann American Staffordshire Terrier, um Verwechslungen mit dem Staffordshire Bull-Terrier auszuschließen.
Da der AmStaff missbräuchlich zu Hundekämpfen eingesetzt oder aggressiv abgerichtet wurde, und es in Folge zu Beißattacken auf Menschen kam, wurde diese Rasse mit einem Zucht- und Einfuhrverbot belegt. Seit 2001 gibt es in Deutschland entsprechende Landes-Hundeverordnungen. Der AmStaff gehört zu den Hunden der Anlage 1 (wie auch: Pitbull Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier, Mastino Napolitano, Mastino Espanol, Bordeaux Dogge, Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Römischer Kampfhund, Chinesischer Kampfhund, Bandog, Tosa Inu)
Erscheinungsbild
Der AmStaff ist ein absolutes Kraftpaket und vermittelt für seine Größe den Eindruck von großer Stärke. Er ist untersetzt und gedrungen, stämmig und muskulös . Diese Rasse besitzt eine enorme Sprungkraft und überwindet manchen Zaun mit Leichtigkeit.
Wesen
Der American Staffordshire Terrier, auch kurz AmStaff genannt, besitzt die Wendikgeit des Terriers und die Kraft und Menschenbezogenheit der Bulldogge. Er ist seinem Herrn ein treu ergebener Freund, dem er mutig und wachsam zur Seite steht. Er braucht aufgrund seines Bewegungsdranges, seiner Dynamik und Lebhaftigkeit viel Sport und Ausgleich. Er will körperlich und mental gefordert werde. Bei entsprechender und konsequenter Erziehung ist er ein verlässlicher und sanfter Hund.
Der AmStaff hat ein dominantes, selbstsicheres Auftreten gegnüber Artgenossen. Insbesondere unsichere Hunde können sich durch seinen Ausdruck von Stärke provoziert fühlen und mit Anfeindungen reagieren, was sich der AmStaff wiederum nicht gefallen läßt.
Seit 2001 steht der American Staff in einigen Bundesländern auf der Liste der gefährlichen Hunderassen, was die Haltungsmöglichkeiten einschränkt. Für diese Rassen gibt es je nach Bundesland verschiedene Auflagen z.B. Wesenstest, Maulkorbzwang, höhere Hundesteuer und Haftpflichtversicherungen.


